Jung und Alt vereint
Bei uns sind Jung und Alt, vom Säugling bis zum Greis im Gottesdienst vereint. Auch an Einkehrtagen können Kinder und Erwachsene gemeinsam teilnehmen. An unserem Gnadenort treffen sich sehr viele Familien.
Antworten auf provozierende Fragen
Jugendseelsorge, Benedicite 4/2002
Im Mai dieses Jahres begann Matthäus auf Geheiss des Himmels mit der Jugendseelsorge. Unter dem Stichwort: «Ich habe ein Problem. Ihr Engel helft mir», dürfen Kinder und Jugendliche ihre Nöte und Fragen schildern, damit Matthäus die Jugendseelsorge aktuell gestalten kann. Er verfasst jeweils eine Zusammenfassung, die wir im Bendicite allen zugänglich machen wollen.
Antworten auf provozierende Fragen
Bist du sicher, dass das, was du über uns gehört hast, wahr ist?
Warum stört dich mein Glaube? Ich lass dir den deinen auch.
Noch haben wir in der Schweiz Glaubensfreiheit. Wer sich gegen eine Glaubensgemeinschaft erhebt, verstösst gegen die Menschenrechte.
Herr Kuhn sagte jeweils an den Kursen, wenn er um eine Auskunft über eine andere Gemeinschaft gebeten wurde: «Ich kann mich dazu nicht äussern, denn ich kenne diese Gemeinschaft zu wenig. Ich könnte mich schwer versündigen, sagte ich etwas Falsches.»
Ich habe den Glauben gefunden, der mich zutiefst erfüllt. Mein Glaube gibt mir Kraft für den Alltag und macht mich froh und zufrieden.
Auf bewusst verlockende Fragen und Aufforderungen antworte ich schnell und bestimmt:
Frage: Kommst du heute Abend mit mir in die Disco?
Antwort: Nein, das tu ich prinzipiell nicht! Ich habe Gescheiteres vor!
Frage: Nimmst du auch eine Zigarette? Warum versuchst du nicht mal von dieser Droge?
Antwort: Nein, was glaubst du, ich ruiniere meine Gesundheit auf solch leichtfertige Weise?
Aufforderung: Komm mit mir nach Hause. Ich zeige dir pornographische Bilder und Filme!
Antwort: Nein, das tu ich unter keinen Umständen! Ich bin meinem Schöpfer gegenüber verpflichtet, Sorge zu tragen für meine Seele.
Formen der Gewalt
Die mentale (gedankliche) Gewalt
Paulus lehrt: Gedanken sind Kräfte im positiven wie im negativen Sinn. Negative Gedanken, gezielt ausgesendet, sind schwarze Magie. Neid und Eifersucht sind Waffen des Bösen, geistige Gewaltakte und wirken als schwarzmagische Kräfte geisttötend und lähmend, ja sowohl auf den Absender als auch auf den Empfänger. Gegen diese Waffe des Bösen haben wir eingeweihte Christen im Michaelsgebet ein wirksames Gegenmittel. Dieses Gebet ist ein Exorzismus, welcher die böse Absicht wirkungslos macht. Deshalb beten wir gerne und bewusst täglich dieses Gebet, dass uns die negativen Gedanken nichts antun können.
Die verbale Gewalt (mit Worten)
Worte sind imstande zu töten oder zu beleben. Tötende Worte werden dauernd ausgesprochen in wütenden Attacken und Hasstyraden vieler Völker. Sie verletzen und vernichten Seelen und lassen sie depressiv oder aggressiv werden je nach Veranlagung. Deshalb bin ich niemals böse, denn so hätte das Böse über mich gesiegt. Ich spreche stets liebevoll und wähle meine Worte gut, eh ich sie spreche.
Die optische Gewalt (übers Auge)
Brutalofilme, pornographische Bilder und Filme, gewalttätige Aufnahmen in Zeitungen, Illustrierten und TV verletzen die Seele und verleiten den Betrachter zu Aufruhr und Gewalt. Deshalb wende ich mich von solchen Bildern und Filmen ab, wenn es mir möglich ist.
Die akkustische Gewalt (übers Ohr)
Härteste Klänge der heutigen Pop- und Rockmusik verletzen und zertrümmern sowohl die Seele, als auch das vom Schöpfer überaus fein gestaltete Innenohr. Mit ungeheurer Wucht vernichten diese Klänge und Geräusche Seele und Ohr.
Wenn du bedenkst, dass solch überlaut verstärkte Musik vom Innenohr nochmals um ungefähr das 30-fache verstärkt wird, kannst du dir die Schäden vorstellen, welche deinen materiellen und geistigen Ohren zugefügt werden. Deshalb danke ich meinem Schöpfer, indem ich harmonische, die Seele stärkende, edle Musik höre, die mir Kraft, Mut und Segen spendet.
Fragen, Massnahmen und Vorsätze bei schulischem Misserfolg
Liegt es an meiner negativen Einstellung zum Fach?
Wenn ja, will ich mir folgendes vornehmen:
Vorsatz: Ich freue mich auf meine Fortschritte in jeder Stunde. Die Freude über meine kleinsten Erfolge macht mich glücklich und zufrieden.
Liegt es an der fehlenden Ruhe beim Arbeiten?
Wenn ja, will ich folgende Massnahme treffen:
Ich schaffe mir eine ruhige Atmosphäre. Ich lasse mich nicht stören. An der Türe steht die Anschrift: Bitte nicht stören!
Bin ich schlechten Gewohnheiten zum Opfer gefallen? (Rauchen, Drogen, Internet- und Fernsehmissbrauch, Onanie)
Wenn ja, will ich folgende Einsichten und Vorsätze beherzigen:
Jede üble Gewohnheit nimmt meinen geistigen Kräften Energie und Substanz. Ich nehme mir fest vor, diese und jene üble Gewohnheit mehr und mehr zu meiden, bis ich sie ganz überwunden habe. Der Beistand des Heiligen Geistes wird mir dabei helfen. Das Glücksgefühl nach einer überwundenen Schwäche macht mich gesund und stark.
Ist mein Tagesablauf ungeordnet? Lebe ich mehr oder weniger aus dem Bauch heraus?
Wenn ja, will ich folgende Massnahmen treffen und Vorsätze fassen:
Ich plane detailliert meinen Tagesablauf. Besonders meine Freizeit bedarf der genauesten Planung: Aufgaben, Musik, Vereine, Arbeiten für die Familie, Gebet, Freunde, Spiel, etc.
Lähmt mich Antipathie zum Lehrer?
Wenn ja, will ich folgende Massnahmen und Vorsätze beherzigen:
Wenn der Lehrer mich oder ich ihn nicht mag, spreche ich täglich: Ich bin eins mit dem Lehrer. Wir beide sind Kinder Gottes. Ich stelle mir den Lehrer vor im schönsten Licht und bei bester Laune und segne ihn.
Versage ich, weil die Klasse mich wegen Dozwil aus der Gemeinschaft ausgeschlossen hat?
Wenn ja, sind folgende Einsichten, Massnahmen und Vorsätze nötig.
Wenn die Klasse mich nicht mag, habe ich sie von meiner Liebe und Geduld noch nicht überzeugt. Ich lebe nach den Worten Jesu: Liebet eure Feinde! Segnet, die euch fluchen! Bittet für die, die euch verfolgen! Jeder Angriff auf mich ist ein Grund mehr, meine Kameradinnen und Kameraden noch mehr zu lieben und ihnen meine Liebe zu beweisen. Jeder Angriff macht mich geduldiger und barmherziger; nicht trauriger und aggressiver! Ich verzeihe der Klasse, denn sie wurde Opfer von lügenhaften Darstellungen über unsere Kirche. Durch meine ausdauernde Liebe will ich sie für mich gewinnen.
In einem offenen Gespräch werde ich ihr aber auch sagen, dass wir damals im Jahr 1988 grosse Fehler gemacht hätten, indem wir Botschaften in der Öffentlichkeit verteilten, die nicht für alle verstehbar waren und dass Menschen unseres Kreises durch fanatisches und eigenwilliges Verhalten Aussenstehende provoziert hätten. Unter den Krawallen hätten wir sehr zu leiden gehabt. Am schlimmsten lastet immer noch die Verleumdung, wir hätten den Weltuntergang prophezeit.
In jedem Gespräch kann ich Sieger sein, wenn ich Fehler gestehe.
Bin ich Versager, weil in der Familie Disharmonie und Streit herrschen?
Wenn ja, dann ist folgende Massnahme erforderlich:
Ich sage der Familie, dass mich die Streitereien sehr belasten. Wenn keine Besserung eintritt, melde ich die Familie bei Matthäus zur Sprechstunde an.
Bin ich Versager, weil ich meine Gedanken nicht unter Kontrolle habe?
Wenn ja, dann gilt folgende Massnahme:
Ich übe meine Gedankenkraft täglich im Rosenkranzgebet. Ich begrüsse und bitte dabei die Gottesmutter so innig, als ob Sie in Ihrer himmlischen Gestalt vor mir stünde. In der Vorstellungskraft wächst meine Glaubenskraft.
Mein erstes Ziel ist es, ein «Vaterunser» ohne störende Nebengedanken beten zu können. Gelingt es mir, dann füge ich ein «Gegrüsst seist Du, Maria» hinzu, bis ich ein Gesätzlein konzentriert beten kann. Wenn mir der ganze Rosenkranz in dieser innigen Weise zu beten gelingt, habe ich mir und der ganzen Schöpfung Licht und Gnaden gespendet.
Regeln für den familiären Frieden
Ich begrüsse jeden Morgen den Heiland in meinem Nächsten, wenn ich ihm freundlich guten Tag sage.
Mit einem «Benedicite» und dem Kreuzzeichen mit geweihtem Wasser wünscht ihr euch bei jeder Verabschiedung den Beistand des Heiligen Geistes, der euch in allen Situationen Kraft und Mut spendet.
Die Früchte des gemeinsamen täglichen Rosenkranzgebets zeigen sich in der liebevollen Zuwendung in kleinsten Dingen.
Wenn mein Nächster sündigt und deshalb in schwere Not gerät, frage ich mich:
Habe ich mich durch ein liebloses Wort oder durch eine unbedachte Tat an seiner Sünde mitschuldig gemacht?
Wenn ja, dann gestehe ich ihm meine Teilschuld in einem ehrlichen Gespräch, damit Jesus Christus uns vergeben kann.
Ich suche beim Versagen meines Nächsten den Fehler bei mir selbst.
Warnung: Was ich von meinem Nächsten befürchte, ziehe ich an!
Gute Gedanken, gute Worte über ihn und zu ihm persönlich, wie ein bewusstes Vertrauen auf das Gute in ihm stärken ihn und dich. Wenn du Ungutes über andere weisst und es weitersagst, so bist du wie einer, der Unkraut in den Garten sät und dadurch die nützlichen Pflanzen zum Ersticken bringt.
Sprichst du Gutes weiter, so wird es dir warm ums Herz und der Mitmensch entfaltet sich so, wie du von ihm denkst und sprichst.
Eifersucht und Neid auf meinen Nächsten belasten meine und seine Seele schwer. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Deshalb sind Eifersucht und Neid Waffen des Bösen und wirken schwarzmagisch.
Wenn ich meinen Nächsten beneide, schwäche ich ihn und mich. Wenn ich mich an seinen Erfolgen freue, stärke ich ihn und mich.
Ich freue mich über den Erfolg meines Nächsten und betrachte sein Können als Ansporn zu meiner Vervollkommnung.
Wenn es Unstimmigkeiten gibt, vereinbare ich in einer ruhigen Stunde ein Gespräch.
Beim Gespräch schaue ich meinem Partner ruhig und freundlich in die Augen. Die Anliegen sollen beiderseits ohne Unterbruch dargebracht werden können.
Danach besinnen wir uns in einer kleinen Pause und durch ein kurzes Gebet um Einsicht auf eine positive Antwort, die keinesfalls mit einem Vorwurf beginnen soll.
Wenn wir dazu nicht imstande sind, soll eine neutrale Person (älterer Bruder, Schwester, Vater, Mutter) zu Rate gezogen werden.
In wichtigen Glaubens- und Existenzfragen haben aber stets die Eltern zu entscheiden.
Ursachen von schulischem Versagen
Jedem Versagen liegt ein seelisches Problem zugrunde. Um dieses Problem zu lösen ist ein tiefes Vertrauen in die eigenen schöpferischen Kräfte, der feste Vorsatz, täglich neues zu entdecken und zu erkennen, ein unbändiges Verlangen das Entdeckte und das Erkannte anzuwenden auf allen Ebenen meines täglichen Lebens und schliesslich eine alles durchflutende Liebe zum Leben, die mein Bewusstsein weitet, meine Lebensfreude weckt und mich gesunden lässt.
In diesem Satz ist alles enthalten, um mein Leben glücklich und erfolgreich zu gestalten.
Vertrauen in die eigenen schöpferischen Kräfte
Bedenke jeden Tag, dass Gott dir Talente gegeben hat, schöpferische Kräfte, die in dir schlummern und genutzt sein wollen. Du wirst sie finden, wenn du deine Sinne, dein Auge, dein Ohr, dein Gefühl und deine Ahnung stets für das Gute, Wahre, Edle und Heilige offen hältst. Das bedeutet aber auch, dass du deine Sinne, um Erfolg zu haben, für das Unwahre, für das Schlechte und für das Verderbliche verschliesst.
Vorsatz:
Ich will am heutigen Tag mit offenen Augen und Ohren das Schöne der Schöpfung Gottes suchen, um meine Seele gesund und kräftig zu gestalten.
Nach diesem gesprochenen Vorsatz bemerkst du erstmals die verschiedenen Grün im jungen Laub des Waldes, an welchen du so lange Zeit achtlos vorbeigegangen bist. Du entdeckst alle Stufen dieser wohltuenden und erfrischenden Farbe, vom gelblichen bis zum dunkelsten Grün.
Du hörst erstmals den kunstvollen Amselgesang. Beim vertieften Hören entdeckst du gar Motive, die in jeder Strophe in veränderter Form wiederkehren. Die Freude, die du dabei empfindest, macht dich glücklich und zufrieden.
Du nimmst erstmals den wohltuenden und gesund machenden Harzgeruch einer frisch gefällten Tanne wahr. Du ziehst ihn mit Wohlbehagen tief in deine Lungen ein und ein Gefühl der Lebensfreude lässt dich von innen her gesunden.
Du kannst deinem traurigen Kameraden zuhören, erkennst den Ursprung seiner Traurigkeit und vermagst ihm durch einige liebende Worte zu helfen. Die Freude, einem Menschen geholfen zu haben, erfüllt dich mit grosser Zufriedenheit.
Vorsatz:
Ich will am heutigen Tag meine Augen und Ohren verschliessen für alles Verderbliche, Unschöne und Lasterhafte, dass meine Seele keinen Schaden nehme.
Ich verschliesse meine Augen vor grausamen, obszönen, die Würde des Menschen verletzenden Bildern und Filmen und wende mich erbauenden und meditativen Bildern zu.
Ich verschliesse meine Ohren vor brutalen, beleidigenden und zerstörenden Klängen und öffne sie für wohltuende und erbauende Musik.
Ich wende mich ab von unguten Gesprächen und üblen Witzen und suche das Gespräch mit guten Menschen.
Kriterien zur Bewertung guter Musik und Literatur
Gute Kunst erhebt meinen Geist, schafft Harmonie und Frieden in mir und versöhnt mich mit Gott und meinen Mitmenschen.
Die Texte beeinflussen mich positiv in meinen Gedanken, Worten und Taten.
Worte, Farbe und Klänge sind stets melodisch rein, harmonisch klar und rhythmisch belebend, göttliche Offenbarungen zur Vervollkommnung meiner Geistesgaben.
Massnahmen zur Verhinderung oder Verminderung familiärer Probleme zwischen Eltern und Kindern während der Pubertät
Wie kann ich mir den vollen Segen für meine spätere Familie verdienen und Konflikte vermindern?
Geschieht die Erziehung von der Zeugung bis Ende der Pubertät in Friede, Wohlwollen, Achtung, Strenge, im Vertrauen auf das Gute im Kind und im Wissen um die Entwicklungsprobleme des Jugendlichen, können die natürlichen Pubertätskrisen ohne grosse Probleme im gemeinsamen positiven Gespräch bewältigt werden.
1. Durch vorsichtige Partnersuche:
Bedenke stets: Dein Partner wartet irgendwo und irgendwann auf dich. Du musst nur warten können. Übereile nichts! Bitte den heiligen Josef, dass
er dir zur rechten Zeit den richtigen Partner zeigt. Wenn du auch längere Zeit warten sollst, verzweifle nicht. Nutze die Zeit, deine Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubilden.
Dein Fleiss und deine Ausdauer, dich gut ausbilden zu lassen, werden deine Chancen, einen tüchtigen und liebenswerten Partner zu finden, vergrössern.
Achte gut darauf, dass du nicht schlechten Gewohnheiten zum Opfer fällst.
Alkohol, Nikotin, Hanf, zwanghafte Onanie, vorehelicher Geschlechtsverkehr und Tablettenmissbrauch haben schon vielen jungen Menschen eine glückliche Bekanntschaft verunmöglicht, denn mit jeder Sucht nimmst du dir ein Stück deiner angeborenen Natürlichkeit und Würde und entehrst Christus in dir!
Während Drogen in Form von Alkohol, Rauch oder Chemie dich enthemmen und dich Dinge sagen und tun lassen, die deine Seele verletzen, können zwanghaftes und häufiges Onanieren sowie vorehelicher Geschlechtsverkehr dein gutes Verhältnis zum andern Geschlecht hemmen und in schwerwiegender Weise belasten. (40 – 50 % aller Jugendlichen trinken Alkopops und rauchen).
Der Meinung der Mehrheit entsprechend hättest du die Freiheit alles zu tun, was dir Lust und Vergnügen bereitet. Du hättest überall und jederzeit das Recht auf Lustbefriedigung in allen Formen: Rauchen, Alkohol, Kiffen, Tablettenkonsum und Sex. Was lange Zeit als Sünde, Laster oder schlechte Gewohnheit galt, wurde heute im Wirken des Zeitgeistes salonfähig gemacht nach dem Motto: Wenn es alle tun, darf ich es auch!
Vorsätze:
Ich verzichte freiwillig auf unmässigen Alkoholkonsum, um in meiner zukünftigen Familie Beispiel zu sein.
Ich verzichte gänzlich auf jeglichen Nikotin- und Hanfkonsum, um mich meiner zukünftigen Familie mit gesunder Seele und mit all meinen gesunden körperlichen Kräften zu widmen.
Ich will mich im Interesse meiner zukünftigen Familie in meinen sexuellen Gelüsten beherrschen lernen. Sie hat es dereinst verdient, mich in meiner gesunden Ganzheit möglichst lange Zeit als Beistand zur Seite zu haben.
Ich will so gut es geht auf unnötige Medikamente verzichten und statt dessen täglich Gott den Vater im Namen Seines Sohnes um Kraft, Gesundheit und göttliche Energie bitten.
Da du weisst, dass der Segen für die spätere Familie im gemeinsamen Glauben weit höher ist, als ohne die Basis des gemeinsamen christlichen Bekenntnisses, lohnt es sich den Glauben des Partners vor einer festen Bindung zu prüfen. Meine Erfahrung mit den jungen Menschen dieses Kreises bestätigen diese meine liebende Ermahnung.
2. in der Zeit bis zur Heirat:
Die Zeit des Verliebtseins ist eine wunderbare Zeit. Jeder hat diese Zeit in schönster Erinnerung. Es ist das höchste Gefühl, wenn Herzen sich finden und beschliessen, gemeinsam den Lebensweg zu gehen. Der Himmel hängt voller Geigen.
Man sieht alles durch die rosarote Brille und Gefahren und Ängste scheinen bei so viel Glück und Wonne in weiter Ferne zu sein.
Man sagt, Liebe mache blind. Ja, dem ist so, wenn die Verliebten die Möglichkeit des geistigen Zusammenfindens nicht nutzen.
In dieser von Reizen überhäuften Zeit besteht die Gefahr, dass das körperlich-sexuelle Zusammenfinden das geistige Zusammenfinden verunmöglicht.
Früher galt die Verlobungszeit, die der Heirat vorausging, als Zeit der gegenseitigen Prüfung und des Sich-Kennenlernens. Zeigte es sich, dass die Charaktere zu verschieden waren und eine feste Bindung unmöglich erschien, konnte die Verbindung aufgelöst werden.
Diese Prüfungszeit vor der Heirat sollte neuerdings eingeführt werden, um die Scheidungsrate nicht weiter ansteigen zu lassen. (Es versteht sich, dass die Weisung Michaels, auf Geschlechtsverkehr vor der Ehe zu verzichten, sich auch auf diese Zeit bezieht!).
Paare, welche die voreheliche Zeit nicht nutzten, ihre moralisch-geistigen Werte zu prüfen und kennenzulernen, um sie im gegenseitigen Bemühen zu nutzen und zu mehren, sind später einem grösseren Scheidungsrisiko ausgesetzt. Ausserdem stehen sie ihren Kindern in ihren schwierigen Zeiten hilflos gegenüber.
Da sie dies selbst nicht gelernt haben, sind sie auch nicht imstande, den Kindern in ihren Entwicklungsproblemen Beistand zu sein.
Auf der andern Seite sind Paare, die sich durch geistige Gespräche, Gebet und gegenseitigen Ansporn vervollkommnen, diesen Problemen gegenüber gewappneter.
Vorsätze:
Ich bitte gemeinsam mit meinem Freund, respektive meiner Freundin, täglich um Kraft, den Verlockungen dieser Zeit zu widerstehen und im Glauben an die christlichen Wahrheiten zu wachsen.
Ich will mit meinem Freund/meiner Freundin in der wahren göttlichen Liebe durch Tugendstärke und Gebotstreue wachsen, um unsern Kindern einmal Vorbild zu sein.
Ich will meinen Freund/meine Freundin nicht bei Festlichkeiten und Tanzanlässen suchen, sondern unter Kirchenbesuchern.
3. In der Zeit von der Heirat bis zur Geburt der Kinder:
Studien belegen, dass glückliche und gläubige Eltern das werdende Kind bereits im Mutterleib für seine ganze Zukunft entscheidend zu prägen vermögen. Kinder, die in dieser geschützten und ruhigen Atmosphäre aufwachsen, sind ausserdem widerstandsfähiger, ausgeglichener und gesünder, da die geistige Einheit der Eltern das ganze Immunsystem des Kindes und seine Seele stärkt.
Vorsätze:
Im Wissen um das geistige Gesetz, dass wir das anziehen, was wir ausstrahlen, wollen wir uns durch Gebet, Opfer und Meditation auf die Zeugung vorbereiten, dass ein Kind des Lichtes uns geschenkt werde.
Wir nehmen uns vor, regelmässig zu entspannen, um uns mit dem Geist Gottes zu verbinden, der uns in allen Situationen eint und stärkt.
Wir bitten darum, dass der Geist Gottes uns zusammen mit der Frucht im Leibe der Mutter durchströmt und uns verbindet zu einer harmonischen Familie.
Wir nehmen uns vor, nur ruhige, harmonische, Gott wohlgefällige Musik zu hören. Wir nehmen uns vor, nur gute Gespräche zu führen und uns
viel über Gutes, Edles, Schönes und Heiliges zu erzählen, denn wir wissen, dass unser Kind im Mutterleib mithört.
Wir nehmen uns vor, wenig oder gar keinen Alkohol zu trinken und nicht zu rauchen, dass das Kind sich nicht an diese Gifte gewöhnen kann.
4. In der Zeit bis zum Schuleintritt:
Wie schön ist es doch, Grossvater zu sein! Was ich damals als Werkstudent an meinen Kindern an Aufmerksamkeit und Fürsorge verpasst habe, kann ich nun an ihnen gutmachen durch Liebe und Zuwendung an meinen Grosskindern. Was es da alles zu entdecken gibt an täglichen Fortschritten! Regelmässig kommt das ältere Grosskind zu uns auf Besuch. Jedes Mal staune ich, was ein dreijähriges Kind zu beobachten und nachzuahmen versteht und welch gutes Gedächtnis es hat. Nichts von dem, was ich ihm beim letzten Besuch zeigte, ist vergessen. Alles ist in seinem Gedächtnis festgehalten.
Wir sollten daraus lernen, welch grosse Verantwortung wir in der Erziehung übernehmen. Das Tonband Seele, so wie uns Paulus lehrte, ist gerade bei Kindern hoch sensibel ausgestattet. Da wird uns bewusst, wie segensreich sich gute Gespräche, gute Musik und gute Gedanken auf die Kinderseele auswirken und wie gefährlich schlechte Gespräche, schlechte Musik und Gedanken für die Entwicklung des Kindes sind.
Vorsätze:
Wir wollen niemals böse sein, denn böse Menschen sind vom Geist der Finsternis beherrscht, der unsern Kindern in ihrer Entwicklung schadet, sie traurig oder aggressiv werden lässt.
Wir nehmen uns im Beistand des Heiligen Geistes vor, in allem, was wir tun, sprechen, denken und planen ruhig, friedlich und harmonisch zu bleiben.
Wir beschäftigen uns mit den Kindern, wir singen Lieder, machen Spaziergänge, basteln, spielen, musizieren und malen, damit die Kinder lernen, sich selbst auf positive Art zu beschäftigen.
Alle Fortschritte halten wir in einem Tagebuch fest, um die Entwicklungsschritte ja nicht zu vergessen.
Jeden Abend lesen wir unsern Kindern einen Abschnitt aus der Kinderbibel vor.
Jeden Abend beten wir gemeinsam den Rosenkranz, singen anschliessend ein Lied, dass die Schutzengel den Kindern einen ruhigen Schlaf geben.
Wir kontrollieren strikte den Fernsehkonsum unserer Kinder. Am besten wäre gar kein Fernseher. Das TV Gerät ist der schlechteste Babysitter.
Matthäus
Selbstmord - Gedanken für Eltern und Jugendliche
Jugendseelsorge, Benedicite 3/2003
Die Schweiz weist, verglichen mit andern Ländern, eine der höchsten Selbstmordraten auf. Sehr traurig ist es, wenn pro Jahr durchschnittlich 110 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren freiwillig aus dem Leben scheiden! Die Zahl der Selbstmordversuche aber liegt noch um ein Vielfaches höher!
Ist die Selbsttötung oder der Freitod die einfachste Lösung, um den Problemen aus dem Weg zu gehen? Ist es der kürzeste Weg in die Freiheit, wie es uns das Wort Freitod suggerieren will?
Im Gefährdeten keimen beispielsweise folgende Gedanken:
- dass er andern nicht länger zur Last fallen kann,
- dass er seinem Leben nichts Positives und Freudiges abgewinnen kann,
- dass er einsam und überflüssig geworden ist,
- dass er eine nie wieder gut zu machende Schuld auf sich geladen hat und sich mit dem Selbstmord selbst bestrafen will,
- dass ein Leben mit grossen Schmerzen und unheilbarer Krankheit keinen Sinn mehr hat,
- dass es eine öffentliche Schande ist, mit finanziellen und beruflichen Schwierigkeiten zu leben.
Der eingeweihte, glaubensstarke Mensch weiss:
- dass er selbst in Not und Schmerzen die Last seiner Mitmenschen mittragen kann,
- dass ihn sein geduldiges Ertragen von Leid und Not Gott näher bringt, weil er dadurch die Gelegenheit bekommt, sich mit Gott und seinen Mitmenschen zu versöhnen,
- dass er in der Gegenwart seiner Schutzengel niemals einsam und verlassen ist,
- dass er in der heiligen Beichte die Gelegenheit hat, seine grosse Schuld los zu werden,
- dass es einen liebenden Gott gibt, der gerne bereit ist, die bereuten Sünden zu vergeben,
- dass Selbstmord schwere Sünde ist, weil sie in diesem Leben nicht mehr bereut werden kann,
- dass er in den ihm auferlegten Schmerzen für seine Schulden und Sünden sühnen kann,
- dass er sich als Kind Gottes niemals schämen muss wegen beruflichen und finanziellen Problemen,
- dass er im Glauben an die Helferkraft des Heiligen Geistes Lösungen für alle Probleme erhalten kann.
Viele Selbstmörder stammen aus zerrütteten, glaubenslosen Familien:
- waren schon im Mutterleib ungeliebt,
- mussten oft als Kind schlimmste Erfahrungen machen,
- wurden oft sexuell missbraucht,
- erlebten Gewalt und Lieblosigkeiten,
- konnten zu keinem Menschen wirkliches Vertrauen aufbauen.
Der Grad der Hoffnungslosigkeit und der Glaubenslosigkeit entscheidet, ob und wann der Lebensmüde zum Entschluss des Selbstmordes kommt oder dazu getrieben wird.
Gründe, die ihm seine Hoffnung rauben:
- mangelnder Glaube in die Vorsehung Gottes,
- Kriegsgefahr, Angst vor Terrorakten,
- Situation auf dem Arbeitsmarkt, Entlassungen und Firmenpleiten,
- zunehmende Kälte in den zwischenmenschlichen Beziehungen.
Die Hoffnung in eine bessere Zukunft ist in schwachen Seelen geschwunden und die Zahl derer wächst, die ihrem Leben selbst ein Ende bereiten wollen. Es ist eine traurige Tatsache, dass sich in der Schweiz an jedem dritten Tag ein Jugendlicher das Leben nimmt.
Noch ist unsere Wirtschaftslage gut, gemessen an der Situation anderer Länder. Noch sind wir nicht direkt betroffen von Krieg und Terror. Noch sind unsere Lebensmittel- und Wasservorräte hinreichend, die Felder bebaubar und die Luftqualität ist besser als anderswo. Was also treibt Menschen in den Selbstmord?
Es sind neben den oben genannten Gründen die verloren gegangenen alten Werte des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe und der Tugend, der guten Beziehungen zum Elternhaus, des Geborgenseins in einen guten, zum Rechten schauenden Staat, der in Weitsicht und Gottvertrauen für Recht und Ordnung sorgt.
Es sind die verloren gegangenen Lieder der Mütter am Kinderbett, die vergessenen, gemütsbildenden Volkslieder der Lehrkräfte in den Schulstuben und die abgeschafften tröstenden Choräle und Marienlieder der Priester in den Kirchen.
Es sind weiter die mangelnden erbarmenden Umarmungen der Eltern, der fehlende gute Zuspruch, die vergessenen Gebete der Familien am Mittagstisch, die vernachlässigten Morgen- und Abendgebete, die durch TV und Internet verdrängten guten Gespräche, das ausser Mode gekommene Vorlesen spannender und gemütsbildender Geschichten und schliesslich die vernachlässigte gute und erhebende Musik, die den Jugendlichen über Generationen Licht, Kraft und Liebe spendete.
Viele Jugendliche sind im Soge des Zeitgeistes seelisch erkrankt und haben alle Hoffnung auf eine gute Zukunft verloren, weil sie niemanden fanden, der ihnen wahre Zuwendung und Liebe schenkte.
In ihrer Verzweiflung griffen sie zu Drogen in der irrigen Hoffnung nach einer besseren Welt. Sie ergriffen die Flucht in eine andere Welt aus Verzweiflung an dieser Welt. Sie erhofften zu vergessen, was sie bewegt und erwachten aus dem Rausch in eine noch kältere und brutalere Welt und ihr Wunsch reifte im Selbstmord zur Tat, niemals mehr in dieser öden Wirklichkeit zu erwachen.
Doch der Ort, den sie vorfanden, liess sie das Schreckliche keineswegs vergessen. Sie erwachten neuerlich in einer Dunkelheit. Doch dieses Mal versuchten sie vergeblich ihren Leib zu töten, sie suchten vergeblich nach Gift und Rauch.
Ihre Verzweiflung liess sie lange Zeit nach Hilfe rufen in Sphären der Trübsal und der Düsternis, bis sich endlich Boten Gottes in der Kraft vieler Gebete um sie kümmerten, sie liebevoll über Schuld und Sühne aufklärten und ihnen aufgrund der ihnen zugefügten Demütigungen und Verbrechen auf Erden ihre Schuld verringerten, um sie Stufe um Stufe höher zu führen.
Die Schuld aber, die ihnen aus göttlichem Erbarmen erlassen wurde, werden ihre Schuldner auf Erden tilgen müssen am Tage des Gerichts.
Aussagen von Gefährdeten
Die nachfolgenden verzweifelten Aussagen sind in jedem Fall ernst zu nehmen. Sie sollen in grosser Ruhe und liebevoll angehört und nicht missachtet werden. In einem offenen, vorwurfsfreien Gespräch sollen nach einem gemeinsamen Gebet Lösungen erarbeitet werden.
«ich weiss nicht mehr weiter»
«mich versteht ja sowieso niemand»
«jetzt mache ich dann Schluss»
«ich will nicht mehr leben»
«ich stürze mich aus dem Fenster»
Anzeichen für einen drohenden Selbstmord:
- Sie zeichnen oft Kreuze, Grabsteine, Särge oder Friedhöfe.
- In der Schule fallen Selbstmord gefährdete Jugendliche durch übertriebene Aufsässigkeit und Aggressivität oder durch grosse Passivität und Traurigkeit auf.
- Viele sind ess- oder magersüchtig.
- Oft brechen sie Beziehungen mit Eltern.
- Sie leiden unter Verhaltens- und Schlafstörungen.
Was ist in diesem Falle zu tun?
- Zuhören, beten, segnen.
- Mitgefühl zeigen.
- Konkrete Schritte suchen.
- Auf die Probleme eingehen und sie nicht unter den Teppich wischen.
- Nie auslachen.
Der lebensmüde Mensch will die für ihn zerstörerischen Lebensumstände ändern. Weil es ihm nicht gelingt, geht er statt dessen mit sich zerstörerisch um, indem er sich das Leben nimmt.
Zusammenfassend sei gesagt:
Wir wissen und glauben, dass Selbstmord niemals die Lösung sein kann. Ein Selbstmörder muss in grossem Schrecken feststellen, dass er seinen Problemen, Nöten und seiner Verzweiflung nicht entfliehen kann. In langen Läuterungen muss er unter Schmerzen einsehen, dass er den Plan Gottes für ihn in schwerwiegender Weise durchkreuzt hat.
Seine Seele, von Gott ihm gegeben, wird nicht Ruhe haben, bis sie die grosse Schuld gebüsst hat. Sie wird in der Gnade Gottes in die himmlische Schule Mariens gelangen oder eine erneute Menschwerdung antreten dürfen, um die Schuld ganz zu tilgen.
Alle Mitmenschen eines Selbstmörders müssen gemäss ihrer Teilschuld für ihre Verfehlungen büssen.
Matthäus
Wie begegne ich Lebensängsten
Jugendseelsorge, Benedicite 2/2003
In den vielen Zusendungen und Bittbriefen signalisierten mir Jugendliche dieses Werkes offen ihre Lebensnöte. Viele umschrieben ihre Probleme mit Symptomen wie Bettnässen, Fingernägelkauen, Hautproblemen, Daumenlutschen, Appetitlosigkeit, Fettleibigkeit, Magersucht, Ein- und Durchschlafproblemen, Albträumen und gar Lebensmüdigkeit.
Im Alter von 7-12 Jahren reicht oft der Wortschatz nicht aus, komplexe Probleme verständlich darzulegen, so erklären sie ihr Problem mit Symptomen, welche dem wachen Erzieher eine plausible Erklärung ermöglichen.
All diese Symptome haben als Ursache eine bewusste oder unbewusste Angst. Unbewusste Ängste, die tief in der Seele verborgen sind, haben oft ihre Ursachen in vorhergehenden Leben oder sind eine Folge von frühkindlichen traumatischen Erlebnissen.
Diese Ängste sollen uns nicht beschäftigen. Wir wollen sie nicht ergründen durch Rückführungen, denn so könnten noch belastendere bewusste Ängste geweckt werden. Wir beten: Himmlischer Vater, ich bitte Dich im Namen Deines Sohnes Jesus Christus, erlöse mich von allen unseligen Verstrickungen dieses und der vergangenen Leben. Du kennst die Tiefen meiner Seele und kannst sie befreien von aller Schuld und Sünde.
Wir wollen uns offen zu unsern bewussten Ängsten bekennen, die unsere seelisch-geistigen Kräfte trüben, uns in unserer Vervollkommnung hemmen.
1. Versagensangst/Lampenfieber
Schon oft erlebtest du diese zerstörende Kraft der Versagensangst. Sie ist die Stimme des Verführers, der nicht will, dass du erfolgreich bist. Obschon du dich gut und gewissenhaft auf eine Prüfung vorbereitet hast, kommt in letzter Minute diese lähmende Ungewissheit auf mit den Gedanken: «Du schaffst es wieder nicht. Es wird dir genauso gehen wie bei der letzten Prüfung, bei der du aus Angst und Panik versagtest.»
Diese als Lampenfieber bekannte Angst kannst du im Vertrauen auf deine Schutzengel überwinden. Sie geben dir auf deine Bitten hin gerne Mut und Selbstvertrauen.
Bete:
«Herr, mein Gott. Du hast mir Talente geschenkt, dass ich diese Gnadengaben Dir zur Ehre und meinen Mitmenschen zur Freude einsetze. Gib mir das Vertrauen in die Kraft meiner Schutzengel. So kann ich mit ihrer Hilfe alle Prüfungen erfolgreich bestehen.»
Wenn du dich vor gewissen Situationen fürchtest, dann musst du dich solchen Situationen furchtlos stellen lernen, indem du sie sogar suchst und sie zu deiner Stärkung übst. Wenn du beim Vorspiel auf deinem Instrument versagst, sollst du, wenn immer du kannst, Menschen vorspielen. Jedesmal, wenn du ein Musikstück erarbeitet hast, sprich zu deinen Eltern oder Geschwistern: «Kommt und hört, ich will euch etwas vorspielen.»
Wir wollen all unsere Ängste erkennen lernen und ihnen furchtlos in die Augen blicken. Im Augenblick, wo du negative Gedanken verspürst, sollst du mit all deiner Energie laut sprechen: Weicht von mir, ihr trüben Schatten! Ich bin ein Kind des Lichtes.
2. Zukunftsangst
Als 1963 die Gefahr eines Weltkrieges wegen der Kubakrise drohte, war ich 21-jährig, stand als Junglehrer erstmals vor einer Klasse, war verliebt und freute mich auf eine glückliche Zukunft. Unter den Menschen brach grosse Angst aus. Alle fragten sich: Was wird wohl die Zukunft bringen? Werden wir diesen Krieg überleben?
Das selbe erlebt die Menschheit in diesen Tagen. Ein schrecklicher Terrorakt hat die Welt schockiert und traumatisiert. Weitere Terrorakte sind angekündigt und jeden Tag muss die Welt mit einem noch schrecklicheren Akt der Brutalität rechnen.
Auch jetzt ist besonders die Jugend, der es lange so gut ging von Zukunftsängsten ergriffen. (Wir erleben in unserem Land die längste Zeit des Friedens). In diesem Gefühl der Angst und der Unsicherheit sehe ich den Hauptgrund für die zunehmenden Aggressionen und Vandalenakte, für die immer grösser werdenden Suchtgefahren und für die seelischen Erkrankungen.
Wir sind Eingeweihte und wissen, dass die Drangsale mit Heftigkeit über diese Erde kommen müssen, um sie zu reinigen. Wir sind durch all die vielen prophetischen Offenbarungen eigentlich bestens vorbereitet und bräuchten uns als erste überhaupt nicht zu ängstigen, da wir glauben, in allen Wirren geleitet und behütet zu sein.
Daher dürfen wir beten:
«Herr, mein Gott, ich bitte Dich im Namen Deines Sohnes Jesus Christus, Leite und behüte mich durch alle Ängste hindurch. Lass mich als Dein Kind niemals verzweifeln. Lass mich stets an Deine Liebe glauben, die immer bei mir ist und mich gesund und kraftvoll erhält.»
3. Angst um den Verlust eines lieben Menschen
In einigen Brieflein signalisierten mir Jugendliche die Angst vor einer Trennung von den Eltern und Geschwistern, sei diese Trennung durch Scheidung oder durch den Tod. Ein Knabe sagte mir, der blosse Gedanke an das Sterben seiner Eltern mache ihn so traurig, dass er in diesem Falle selbst nicht mehr leben möchte. Ein Mädchen schrieb mir, wenn es wüsste, nach dem Sterben mit der ganzen Familie wieder vereint zu sein, wäre die kurze Trennung nicht so traurig.
Selbst der festeste Glaube an ein ewiges Leben und die stärkste Gewissheit, einander wieder zu sehen, können und dürfen die Trauer um den Verlust eines lieben Menschen nicht verhindern. Jesus Christus sagte: Trauert mit den Trauernden. Wir sollen uns aber auch mit den Verstorbenen freuen, denn sie haben ihren schwerfälligen Körper abgelegt und sind im Licht.
Wir dürfen als Eingeweihte wissen, dass dieses Leben im Licht schöner und vollkommener ist, als hier auf dieser Erde und wir dann zu einer grösseren, heiligen Familie gehören dürfen, in der in himmlischer Harmonie und in seligster Verzückung alle wahrhaft eins sind. Wir werden all unsere Lieben in einem andern Kleide in grosser Freude wieder erkennen.
Wir beten:
«Herr, mein Gott! Ich danke Dir von ganzem Herzen für meine Eltern und Geschwister. Lass uns dereinst bei Dir versammelt sein, um Dich mit der ganzen universalen Heiligen Familie zu loben und zu ehren in alle Ewigkeit.»
4. Seelische Erkrankung von Jugendlichen
Jugendliche unter uns sprechen von Selbsthass wegen ihrer Figur, wegen ihren Misserfolgen und Nöten. Dazu leiden sie wie die Kinder der Welt unter Suchtgefahren, als ob sie Unwissende wären.
Haben dabei wir Werkzeuge mit den Eltern versagt? Erkannten wir zu spät, dass Generations- und Entwicklungsprobleme, die es natürlicherweise immer gab und weiter geben wird gerade Eingeweihte doppelt treffen können, welche die Einweihung bloss hörten und nicht lebten?
Waren wir der irrigen Meinung, wir müssten in Tat und Wahrheit nichts tun, dass die Engel Gottes uns behüteten? Gott kann Seine Engel nur dorthin senden, wo die gute Botschaft gelebt und das aufrichtige Gespräch geführt wird. Jugendliche brauchen in ihrer Zeit der Entwicklung Zuwendung, d.h. ein offenes Gehör für ihre Probleme, Verständnis, fröhlichen und spielerischen Zeitvertreib, aber auch geordnete Tagesabläufe, sowie strikte Regeln, auf deren Einhaltung in liebender Strenge geachtet wird.
Jesus Christus sprach: «Die Kranken bedürfen des Arztes.» Dies soll den Eltern und uns Werkzeugen sagen, dass die aus irgendwelchen Gründen erkrankten Jugendlichen in besonderem Masse unserer Zuwendung bedürfen.
Gründe der seelischen Erkrankung unserer Jugend:
A) Ein noch nie dagewesener Wertezerfall unserer Gesellschaft
Der klaffende Graben zwischen dem Zustand des Zeitgeistes und der gehörten Botschaft wird immer grösser. Einem in christlicher Gemeinschaft erzogenen Jugendlichen wird der wahrhafte Glaube an die christlichen Grundwahrheiten durch eine glaubenslose Umwelt sehr schwer gemacht.
Wenn dies zugegebenerweise schon für uns Erwachsene zutrifft, wie hart kann dieser Gegensatz zwischen Glaube und Alltagswirklichkeit Jugendlichen zu schaffen machen? (Zweifel erzeugen Krankheiten.)
Wir beten:
«Herr, mein Gott, ich bitte Dich im Namen Deines Sohnes Jesus Christus, schenk mir Worte der Weisheit und der Liebe, dass ich die dunkle Welt mit meinem Licht erhelle. Gib mir in Deiner Güte jeden Tag neu die Kraft, dass ich an den Gegensätzen dieser Zeit nicht zerbreche, sondern sie im Segen Gottes auflöse und Dein Reich auf Erden in alle Seelen komme.»
B) Verweltlichung der Schule
Unsere in Dozwil eingeweihte Jugend trifft es in besonderer Weise, da ihre Andersartigkeiten in verschiedener Weise glaubensschwache Lehrer und Mitschüler zu Provokationen herausfordert. Wir wissen doch, dass uns nach Aussagen der Schrift die Welt hassen muss, da wir nicht aus der Welt sind.
Joh. 15/18: «Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern Ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt..»
Deshalb sollten wir in ruhiger Art, in Liebe und Anstand auf Herausforderungen reagieren können. (Siehe «Antworten auf provokative Fragen»)
Wir beten:
«Herr, mein Gott, ich bitte Dich im Namen Deines Sohnes Jesus Christus. Schenk mir die Kraft der Liebe und Barmherzigkeit, dass ich Kälte, Wut und Hass der Menschen Dir als Opfer so lange darbringe, bis alle Seelen Deine allmächtige Liebe verspüren und sich Deiner Herrschaft beugen.»
C) Fehlendes Gespräch über schreckliche Ereignisse
Uns werden oft Offenbarungen apokalyptischen Inhalts gegeben, welche ohne Nachgespräch im Familienkreis Ängste erwecken können. Wenn selbst Erwachsene die mystische Sprache des Himmels nicht immer verstehen, wie schwer haben es dann Kinder und Jugendliche, den wahren Sinn zu erkennen?
Ein Knabe schilderte mir seine Angst vor einem weiteren Terrorakt. Er hat dieses schreckliche Ereignis noch nicht verdaut und leidet unter Angstattacken. Dieser Bericht sollte uns zu verstehen geben, dass diese im Fernsehen 100-fach gezeigten Einstürze der Wolkenkratzer des World-Trade-Centers in vielen Kinderseelen bleibende Schäden verursachten.
Im Anschluss an die darauffolgenden Offenbarungen forderte ich die Eltern auf, mit ihren Kindern über diese Akte des Terrorismus zu reden. Ist dies wohl überall geschehen? Wenn nicht, müssten solche Eltern dies nachholen.
Wir beten:
«Herr, mein Gott, ich bitte Dich im Namen Deines Sohnes Jesus Christus. Beschütze mich in den Schrecknissen dieser Zeit. Lass mich diese als Zeichen zur Umkehr und Busse erkennen. Lass die Opfer von Verbrechen uns durch unsere Umkehr zum Segen werden und schenk ihnen Deine Liebe.»
D) Das fehlende Gespräch über strenge Offenbarungen
Ich erwarte, dass schwierige Sätze der Offenbarungen von den Eltern in ruhiger Weise erklärt werden. Ich erinnere an die Predigt, in der ich das biblische Ereignis des eingestürzten Turmes in die Gegenwart setzte und sagte: Die Menschen des World-Trade-Centers wurden nicht unter den Trümmern begraben, weil sie in besonderer Weise sündigten. Sie sind unseretwegen gestorben, dass wir umkehren und Busse tun, ansonsten uns noch Schlimmeres warte. Es ist mir nicht erlaubt, der anwesenden Kinder wegen gewisse Stellen nicht zu lesen, da ich mit den notwendigen Nachgesprächen in der Familie rechnen darf.
Wir beten:
«Herr, mein Gott, ich bitte Dich im Namen Deines Sohnes Jesus Christus. Gib uns die Gnade einer starken und beständigen Seele, dass sie in den Wirren dieser Zeit bestehen kann. Gib den Familien Kraft und Weisheit, deine uns aus Liebe geschenkten Worte in Deinem Geiste zu verstehen.»
E) Angst vor möglicher Ausgrenzung und Blossstellung
Wir dürfen uns als überzeugte Christen für den Heiland verspotten und ausgrenzen lassen, denn Er hat es auch für uns getan. (Siehe «Antworten auf provokative Fragen»)
Ist ein Makel an deinem Körper, bist du der Meinung, du seist zu dick oder zu dünn, du seist zu klein oder zu gross, zu ungelenkig oder zu wenig gescheit, dann sollst du täglich sprechen:
Meine Seele ist gesund und stark, da ich weiss, dass ich ein Kind Gottes bin. Er hat mich nach Seinem Ebenbild geschaffen und das macht mich glücklich und zufrieden. Ich kann alle meine wohlgeformten Mitmenschen immerzu segnen und für sie beten, denn sie sind in ihrem schönen Körper grössern seelischen Gefahren ausgesetzt, durch ihren Stolz, mehr zu sein.
Wir beten:
«Herr, mein Gott, ich bitte Dich im Namen Deines Sohnes. Gib mir von Deiner Stärke, dass ich mich verspotten lassen kann. Gib mir von Deiner Liebe, dass ich den Spöttern vergeben kann. Gib mir von Deiner Geduld, den Spott und den Hass meiner Widersacher so lange zu ertragen und ihnen meine Liebe zu erweisen, bis auch sie Dich loben und ehren und ihre Seele die Schönheit des himmlischen Glanzes angenommen hat.»
Sexueller Missbrauch von jungen Menschen
Täglich hören wir von abscheulichen Übergriffen auf Kinder jeglichen Alters. Es handelt sich dabei um die scheusslichsten Verbrechen, zu welchen Menschen von dunkelsten Wesen angestiftet werden. Es sind Lustmörder im eigentlichen Sinne, denn sie töten in abscheulichster Gier Kinderseelen, belasten sie zeitlebens und ersticken den göttlichen Funken in ihnen. Sie sind Schänder und Plünderer der Schöpfung Gottes und verdienen das strengste Gericht, bei dem all ihre Opfer als Ankläger zugegen sein werden.
In den letzten Wochen erfuhren wir über die hohe Zahl von Schweizer Männern, die regelmässig übers Internet Kinderpornographie konsumierten, sich dabei begeilten und oft durch die Bilder angeheizt zu Schandtätern wurden. Wir fragen uns: Warum konnte es soweit kommen? Wer hat in dieser Gesellschaft versagt, dass dieser grösste je in dieser Art stattfindende Holocaust gegen die schwächsten und wehrlosesten Geschöpfe ausbrechen konnte? Dies wurde möglich, weil ein Grossteil der heutigen Menschheit sich von Gott getrennt hat. Seine Gebote wurden ersetzt durch Gebote Luzifers, der all denen sein Recht auf Lust zu jeder Zeit, mit allen Menschen und auf jede gewünschte Art erlaubte. Do it! Tu es! Hat er ihnen durch seine Werkzeuge verkündet und offerierte ihnen die grenzenlose Freiheit, weil sie ihm huldigten.
Ich möchte in diesem neuen Kapitel der Jugendseelsorge alle jungen Menschen über diese lasterhaften Übergriffe orientieren und ihnen wichtige Verhaltensregeln geben, um nicht Opfer solcher Untaten zu werden.
Was ist sexueller Missbrauch?
Sexueller Missbrauch liegt vor, wenn ein Erwachsener (oder Jugendlicher) seine Machtposition als Vater, Onkel, Grossvater, Lehrer, Priester usw. benutzt, um in seiner körperlichen und geistigen Überlegenheit, das Vertrauen der Kinder zur Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse zu missbrauchen.
Eine Frau oder ein Mann könnte versuchen:
- dich zur sexuellen Erregung anzufassen oder zu küssen (bei Mädchen an Scheide, Po oder Brust; bei Knaben an Po oder Penis),
- von dir an den Geschlechtsteilen berührt zu werden,
- dich zu zwingen oder zu überreden, ihn oder sie nackt zu betrachten oder sexuellen Handlungen zuzusehen.
Ich soll auch alle Mädchen dazu auffordern, keine provozierenden Kleider zu tragen (zu tiefe Ausschnitte, bauchnabelfreie Kleider, zu enge Hosen, zu kurze Jupes). Durch anständige Kleidung verringern sie die Gefahr eines sexuellen Übergriffs.
Untersuchungen haben ergeben: Sexueller Missbrauch findet vor allem in der Verwandtschaft statt. Betroffen sind Kinder aller Altersschichten, auch Kleinkinder und Säuglinge.
Was können junge Christen vorbeugend tun?
Sie sagen voll Glaube und Überzeugung:
- Ich bin im Schutze Gottes und vermag meinen Verführern überall und jederzeit als mutiger und selbstsicherer Christ entgegen zu treten.
- Wer sich an mir vergreifen will, der soll hören: Ich bin als Kind Gottes verpflichtet, meinen Körper rein zu behalten. Wenn du mich schon gedenkst zu schänden, wird es dir als Sünde angerechnet. Es steht niemandem zu, mich zu seiner Befriedigung zu berühren. Meine Seele soll Gottes Tempel bleiben.
- Ich werde jeden, der sich getraut, meine Persönlichkeit durch seine sexuelle Gier zu verletzen, schnellstens verklagen, auch wenn er mir drohen sollte.
- Es hat niemand das Recht, mich auf unanständige Art zu betasten.
- Es gibt gute und schlechte Geheimnisse, solche die Spass machen und solche, die Bauchschmerzen bereiten. Die schlechten Geheimnisse will ich weitersagen, auch wenn ich versprochen habe, sie niemandem zu verraten.
- Einige Berührungen passen mir nicht und sind komisch, ohne dass ich den Grund nennen kann. Zu lange und zu feste Umarmungen lassen mich vermuten, dass dieser Mensch mich sexuell ausbeuten will.
- Es kann ein älterer Vertrauter oder gar ein Verwandter sein, der mich auf eine Art anfasst, die nicht in Ordnung ist.
Was können Eltern tun, wenn sie von sexuellem Missbrauch ihrer Kinder erfahren?
- Stärkt Mut und Selbstvertrauen des Kindes durch Gebet, Zuwendung und Mitgefühl, dass es alles ausspricht, was seine Seele bewegt. Nach einem Übergriff ist das Kind voller Angst und Unsicherheit. Oft spricht es nur verschlüsselt von seinen Erlebnissen.
- Nehmt ihm alle Gewissensbisse und Selbstvorwürfe. Öffnet sein Herz, so löst ihr seine Zunge. Was es ausspricht, kann eher verarbeitet werden.
- Besprecht mit dem Kind alle weiteren Schritte (Sprechstunde, Verhalten zum Täter, evtl. Klage einreichen). Vermeidet aber, dass der Täter davon erfährt, bevor der Schutz des Kindes gewährleistet ist.
- Ist der Täter ein naher Verwandter, so ist zu beachten, dass ein solcher damit rechnet, nicht verklagt zu werden, da sonst die ganze Familie in Mitleidenschaft gezogen wird. Das wäre Erpressung und darf nicht geschehen, da solche Vergehen besonders schlimm sind. Er hat die Pflicht, diese grosse Schuld vor dem irdischen und dem himmlischen Richter zu sühnen.
- Sucht unmittelbar Rat bei einer Vertrauensperson.
Ermahnungen an die Täter
In der Achtung des Liebesgebots darf ich meinen mir anvertrauten Nächsten niemals zu Unzucht in irgend einer Form nötigen. Wenn ich mich an den mir anvertrauten Kindern vergehe, töte ich ihre Seele.
Wenn ich jemals einem Menschen auf solche Weise Leid angetan habe, so stelle ich mich freiwillig dem irdischen Richter und erkläre mich bereit, dieses Vergehen dem Gesetze nach zu sühnen. Anschliessend kann ich mich vor dem himmlischen Richter in einer gründlichen und ehrlichen Beichte schuldig bekennen. In einem Vorsatz, den ich täglich spreche, nehme ich mir vor, diese Sünde mit viel Opfer- und Liebestaten gut zu machen.
Matthäus
Ursachen von Unruhe und übertriebener Aktivität
Jugendseelsorge, Benedicite 1/2003
Entwertung der Familie
Wenn ich zurück denke an die langen und schönen Abende im Familienkreis und diese Erinnerungsbilder mit den Freizeitbeschäftigungen heutiger Jugendlicher vergleiche, dann überkommt mich tiefes Bedauern und Mitgefühl mit so vielen Seelen.
Ich bin überzeugt, wenn sie nur einen Augenblick die Harmonie, die Zufriedenheit und die Ruhe erspürten, die wir erlebten nach einem glücklichen Familienabend, sie wären sofort bereit, alles zu tun, um in den Genuss dieses familiären Glücksgefühls zu gelangen. Mit diesen Worten habe ich dich noch nicht überzeugt, aber ganz sicher angeregt, mir weiter zuzuhören. Mein Ziel ist es, dich aus deinen Unruhen und Ängsten zu befreien. Es sind nicht blosse Geschichten eines «Oldies», der dir damit eine Moralpredigt halten möchte. Ich will mich und meine Generation nicht als besser hinstellen. Auch wir waren schon vom Zeitgeist geplagt, doch nicht in dem Masse wie ihr heute. Ich will euch im wahrsten Sinne in Schutz nehmen, weil ihr nicht Täter, sondern Opfer eines erschreckenden Sinneswandels geworden seid. Weil ihr von dieser Gesinnung umgeben und von diesem Geist durch Schule und Umwelt geprägt seid, fehlt euch der Vergleich mit einer ruhigeren und heileren Welt. Auch unsere Zeit war nicht heil, beileibe nicht, doch die Gefahren waren, gemessen an den jetzigen, weit geringer. Darum öffnet eure Seele für meine aus tiefem Mitgefühl gesprochenen Worte. Ich weiss auch, dass eure Eltern das Bestmögliche tun und weiter tun werden, euch zu starken Persönlichkeiten zu entwickeln. Doch vieles geschieht heute in Unkenntnis der Eltern und oft sind sie erstaunt, was alles läuft. Meine Hilfe dürft ihr getrost annehmen, denn sie ist aus vielerlei Erfahrungen und Prüfungen gereift und gestärkt. Ich bin überzeugt, dass euer Vertrauen und euer Glaube in meine Vollmachten euch gesunden lässt.
Seit Jahrzehnten gelingt es dem Zeitgeist, die von Gott gewünschte Einheit der Familie nach und nach zu zerstören. In die ursprünglich sichere Festung der Familie sind riesige Löcher geschlagen worden.
1. Vernachlässigung und Entheiligung der heiligen Taufe
Ein Hauptgrund dafür, dass es uns eingeweihten Christen besser ergehen sollte, ist der, dass wir um die tiefste Bedeutung der heiligen Taufe wissen:
Wir werden in der Gnade Gottes von allen Verstrickungen der Erbschuld losgesprochen und dürfen als Kinder Gottes das Licht in uns tragen.
Dieses Licht macht uns gesund und stark.
Wir fühlen uns niemals einsam und verlassen, da Gott unser Vater für uns einsteht.
2. Unterlassung des täglichen Gebets
Ein weiterer Grund uns glücklich zu fühlen ist der, dass dieser Vater, der uns in der heiligen Taufe geschenkt wurde, uns besser führen und Seinen Boten mehr Vollmachten überreichen kann, wenn wir Ihn so oft es uns möglich ist, darum bitten.
Doch eine Bedingung bleibt: Wir sollen freudigst und freiwillig beten. Gott kann dir nur helfen, wenn du Ihn gerne bittest.
Vorsätze:
Ich will gerne und viel beten.
Ich bete morgens um den göttlichen Beistand.
Ich bete abends nach der Gewissenserforschung um einen ruhigen und erholsamen Schlaf und danke für den vergangenen Tag mit seinen Freuden und Schmerzen.
Ich übergebe meinem Schutzengel all meine Probleme und Sorgen.
In meine Gebete schliesse ich alle meine Mitmenschen ein.
Wisse: Kein einziges Gebet, das du in tiefem Glauben und Vertrauen sprichst, ist vergeblich!
Gott erhört deine Gebete gemäss deines Glaubens und aufgrund der Offenheit der Seele, für die du betest.
3. Vernachlässigung des heilbringenden Segens
Ebenso wichtig wie das Gebet ist der ständige Segen. Du kannst all dein Arbeiten, all deine Mitmenschen, die Nahrung, deine Worte, deine Gedanken und dein Planen unablässig segnen, d.h. alles was du denkst, tust, isst und sprichst, von jeglichem Fluch befreien. Jesus Christus sprach: «Liebet eure Feinde. Segnet, die euch fluchen. Bittet für die, die euch verfolgen.» In diesem ständigen Segen bist du frei von störenden negativen Kräften, welche dir Angst, Misstrauen und Misserfolg einreden wollen. Du bist zu Leistungen fähig, die dir Erfolg, Glück und Sympathie bringen.
Vorsätze:
Nach dem Abendgebet segne ich meine Träume und alle Menschen, die mir an diesem Tag Kummer und Sorgen bereiteten.
Nach dem Morgengebet segne ich meine Lehrer, meine Lehrmeister, meine Klassenkameraden, meine Arbeitskollegen und alle meine Widersacher in Menschengestalt und als Geistwesen.
Ich spreche den Segen über sie mit einem geistigen Kreuzzeichen und stelle sie mir vor im schönsten Licht.
Ich segne jede Nahrung und jedes Getränk, welches ich zu mir nehme im Wissen, dass der Segen entgiftet und reinigt.
4. Angst um den Verlust deiner Nächsten
Wenn eine Mutter in ständiger Angst um den Verlust ihrer Kinder lebt, zieht sie die Gefahr an und letztlich könnte ein Kind infolge dieser Angst verunglücken. Du hast doch deine Engel im Namen Gottes um Beistand gebeten. Also kannst du ihnen absolutes Vertrauen entgegenbringen, dass sie ihre Arbeit gewissenhaft tun. Wenn du ihnen vertraust, wird auch deine Angst schwinden.
Wirst du aber in deinem Leben nicht um einen Trennungsschmerz herumkommen, so wird dich dein Trösterengel liebevoll in seine Arme nehmen und trösten.
5. Zukunftsangst ob der gespannten Weltlage
Das oben Gesagte trifft mit denselben Worten auch in diesem Punkt zu. In der Angst um die Zukunft ziehen wir das Unglück an. Im Segen über alle zukünftigen Dinge schaffen wir Frieden und Harmonie. Du siehst die schrecklichen Bilder des 11. Septembers. Sie werden vom Tonband und von der Kamera Seele festgehalten und wollen dich ängstigen. Du hörst die hasserfüllten Reden der von Rachegeistern aufgehetzten Anführer. Du siehst ihren Willen nach blutiger Genugtuung und fragst dich sorgenvoll, was deine Zukunft wohl noch bringen werde. Du spürst eine lähmende Angst in dir aufkommen, welche dir deine Lebensfreude, deine Initiative und deinen guten Willen rauben will.
Vorsätze:
Du legst alle Ängste vertrauensvoll im heiligen Messopfer in die Wunden Jesu.
Du segnest alle Schrecknisse in Form von Bildern und Erlebnissen, dass alle von Hass und Fluch erfüllten Seelen erkennen mögen, dass wahrer Friede nur in Gott sein kann.
6. Besorgnis um die eigene Zukunft
In Anbetracht von so viel Leid, Krieg und Not könnte dich Resignation, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit befallen. Du könnest sprechen: Warum lerne ich, warum schinde ich mich von Prüfung zu Prüfung? Es hat ja alles keinen Sinn!
Nun spricht dein Engel:
Was denkst und redest du da! Gerade jetzt sollst du deinen Mitmenschen durch Mut und Zuversicht beweisen, dass du eine grössere Hoffnung hast als sie, eine Hoffnung auf ein schöneres Leben.
Alles, was du im Namen Gottes tust, gereicht dir jetzt und dereinst nach dem Sterben zum schönsten Segen.
Was du auf Erden in Liebe begonnen hast, kannst du im Himmel in der reinsten Freude und Vollkommenheit beenden.
Was du dir in Zeiten der Bedrängnis durch Arbeit und Gebet erworben hast, gereicht dir in der Not zur wahren Hilfe.
Sei stets zuversichtlich und guten Mutes! Lass dich vom Geist der Resignation und der Hoffnungslosigkeit niemals anstecken!
Wenn du meine Ratschläge befolgst, wirst du niemals ungeduldig, unruhig.
Du wirst nie an den Widersprüchlichkeiten dieser Zeit verzweifeln.
Du bist keinen Gefühlsschwankungen unterworfen.
Du bist von einer gesundmachenden innern Freude erfüllt.
Du bist nicht traurig und hoffnungslos, sondern von Lebensfreude, Mut und Energie erfüllt.
Du bist stets von guten Vorstellungsbildern gelenkt.
Du erliegst keinen Drogen oder gar Selbstmordgedanken.
Du bist ein Beispiel der Liebe und Empfindsamkeit, weil Christus in dir wohnt.
Konzentrationsmangel und unruhiges Getriebensein
Täglich werden uns schreckliche Bilder von Terrorakten, Überfällen, Mord, Katastrophen und Unfällen gezeigt. Nachrichten beinhalten hauptsächlich negative, die Seele belastende Ereignisse. Eine belastete Seele schafft Krankheiten. Durch Medikamente, Drogen und Alkohol werden die Krankheitssymptome heruntergeschluckt, niedergedrückt und in die Organe verdrängt.
Immer mehr Lehrer, Eltern und Behörden stellen einen in diesem Ausmass noch nie festgestellten Konzentrationsmangel fest. Sie beklagen sich über die zunehmenden Schwierigkeiten, ihren Schützlingen grundlegende Lehren und Verhaltensweisen beizubringen. Entnervt geben sie auf, bitten den Hausarzt um Rat, welcher gleich ein Mittel für die entnervten Eltern und für die aufsässigen Kinder verschreibt. Beruhigt (ruhig gestellt) stellen sie bald fest, dass ihre Störenfriede sich gebessert haben, nicht mehr rebellieren, schreien und streiten.
Haben die Mittel des Arztes ein Wunder bewirkt? – Es ist ein scheinbarer Friede in solchen Familien eingekehrt. Die Symptome einer leidenden Seele wurden bloss unterdrückt und bald wird die Krankheit auf eine sichtbare, äussere Weise in Erscheinung treten. Die Unruhe der Kinder ist einer lähmenden Traurigkeit gewichen. Die Entwicklung der Seele wird durch die Einnahme der Droge Ritalin aufgehalten. Erfahrungen bestätigen, dass die seelische Entwicklung in der Zeit der Einnahme dieses Medikaments stoppte.
Diese nach schulmedizinischer Sicht als hyperkinetische Störung bezeichnete Krankheit ist eine vom Zeitgeist geschaffene Krankheit. Sie befällt nicht nur Kinder. Sie sind das schwächste und letzte Glied in der langen Kette von Ursachen.
Diese Kinder lehnen sich gegen alles auf, weil ihnen die Erwachsenen weder Halt noch Ziel geben.
Sie machen Schwierigkeiten, weil die Eltern mit ihren Schwierigkeiten nicht zurecht kommen.
Sie sind erfüllt von hartnäckigstem Widerspruchsgeist, weil sie an den Widersprüchlichkeiten dieser Zeit zerbrachen.
Sie leiden an extremen Gefühlsschwankungen, weil sich zu lange niemand um ihre Gefühle gekümmert hat.
Sie sind depressiv geworden, weil ihre Seele vergeblich nach Liebe, Zuwendung und Mitgefühl schrie.
Sie neigen zu Selbstmordgedanken, weil ihnen niemand den wahren Sinn des Lebens durch ein gutes Beispiel vermittelte.
Sie sind leicht beeinflussbar, weil ihr gesundes Selbstbewusstsein durch abartige und schreckliche Bilder und durch gottlose Meinungen getrübt wurde.
Ihre Neigungen zu feindseligem Verhalten und Kriminalität sind ein Notschrei nach liebender Zuwendung.
Den Weg in die Sucht haben sie gewählt, um den Feindseligkeiten, den Lieblosigkeiten und der Kälte dieser Zeit zu entfliehen.
Ihr Durchhaltevermögen ist geschwächt, weil sie im chaotischen Zeitgeschehen keinen Sinn erkennen, weil die Sucht ihnen den letzten Rest von Ausdauer und Wille geraubt hat, weil die schlechte Wirtschaftslage ihnen jegliche Aussicht auf Erfolg nimmt.
Wie können wir bekennenden Christen der Welt den Weg aus der Sackgasse zeigen?
Indem wir uns selbst an den Quellen der Kraft stärken. Die erste und wichtigste Quelle der Kraft ist der Besuch der heiligen Messe. Eine Familie, die gemeinsam sich mit Jesus Christus Gott dem Vater aufopfert, weiss um das vornehmste Ziel auf Erden, gemeinsam den Himmel zu erreichen. Sie hat in allen Anfechtungen und Gefahren den sichern Halt. Sie vermag das ihr auferlegte Kreuz mutig für Jesus Christus zu tragen. Im gemeinsamen und geduldigen Ertragen von Eheproblemen lernt das Kind, dass ständiges Auflehnen und Provozieren keine Lösungen bringt.
Wenn das Kind sieht, dass die Eltern ihre Probleme Jesus Christus in die Wunden gelegt haben und sie frei von Vorwürfen und Anfeindungen einander liebevoll begegnen können, kann es Mut und Vertrauen schöpfen, von den Eltern geduldig angehört zu werden.
Ein solches Kind wird nicht an den Widersprüchlichkeiten der Zeit verzweifeln, denn es fühlt sich in der geistigen Einheit seiner Eltern getragen und verstanden. Es erkennt in der gemeinsamen Opferhaltung der Eltern die Opfertat Jesu am Kreuz. In Seinem Beispiel und in Seinem unwidersprüchlichen Opferweg erkennt es sein Lebensziel.
Seine Gefühlsschwankungen verschwinden und machen Platz für positive Gedankenbilder und Pläne, weil es sich im barmherzigen Schoss der Familie geborgen sieht. Die Gegenwart Jesu in seinem Herzen bewirkt, dass seine Gefühle stets darauf ausgerichtet sind, das Gute, Wahre, Edle und Heilige zu suchen. Es vermag dem Beispiel Jesu folgend auch Niederlagen und Prüfungen in Gleichmut und Stärke zu ertragen.
Familien, die gemeinsam so oft es geht, das heilige Messopfer mitfeiern, sind von einer innern Freude getragen und von einem unstillbaren Verlangen erfüllt, dieses immer inniger und dankbarer zu begehen, um dann in Ewigkeit mit Christus vereint zu sein. Kinder solcher Familien können niemals in Traurigkeit verfallen, da sie in der Gemeinschaft der ganzen Familie Gottes Liebe in der Gegenwart Jesu in ihrem Herzen immer neu erfahren dürfen. Jesus Christus hat sie von innen heraus mit Energie und Lebensfreude erfüllt. Sie wissen um das wahre Ziel auf Erden und sind gewillt, ihr Leben zum Opfer für den Heiland werden zu lassen. Ihr Selbstbewuusstsein ist gesund und stark, weil nicht mehr sie leben, sondern Jesus Christus in ihnen. Ihre Seele ist eins geworden mit dem Herzen Jesu und Maria und hat ihr Bewusstsein in göttliche Dimensionen geweitet. Sie sind nur noch von guten Vorstellungsbildern beeinflussbar, weil Jesus in ihnen alle schlechten tilgt.
Ihre Talente und Neigungen werden in der Licht- und Gnadenkraft Jesu zum Segen für ihre Zukunft und zum Segen der ganzen Welt. Solche Kinder brauchen nicht der Welt durch Drogen und Selbstmord zu entfliehen, weil sie das Licht und die Kraft in sich haben, um in den Gefahren dieser Zeit zu bestehen. Nicht nur sich selbst werden sie zum Licht; als Lichtquellen wirken sie gesundend auf ihre Umgebung.
Im alleinigen Ziel, Gott dem Vater die Ehre zu erweisen im heiligen Messopfer, zeichnen sie sich aus als Beispiele der Empfindsamkeit, der Liebe, der Stärke und der Beharrlichkeit. Trotz schlechten Bedingungen und trüben Aussichten folgen sie beharrlich dem vorgefassten Ziel hin zur Glückseligkeit.
Matthäus
Antworten auf brennende Fragen
Die Antworten zeigen eine positive christliche Lebenseinstellung auf. Sie sind jedoch unvollständige Anregungen.
«Wir sind auf Erden, um Gott zu dienen und dadurch in den Himmel zu kommen», heisst es im katholischen Katechismus.
Wir sind vom Vaterhaus ausgegangen, wie das Gleichnis vom Verlorenen Sohn uns lehrt, und Gott wartet, bis wir unsere Situation erkennen und wieder mit allen Kräften Ihm zustreben.
Durch alle Lebenserfahrungen können wir Menschen seelisch-geistig reifen. Je mehr wir uns mit Gutem, Edlem, Reinem und Heiligem befassen und nach Vervollkommnung streben, desto positiver entwickelt sich unser Wesen. Wir werden mit unserer liebevollen Gesinnung Helfer für unsere Mitmenschen. Und darin liegt der tiefste Sinn unseres Seins überhaupt: Wir sollen das Gute in der ganzen Schöpfung vermehren durch edle Gedanken, gute Worte und Taten der Nächstenliebe. So können wir das erste Gebot immer besser erfüllen: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus ganzem Herzen, mit all deiner Kraft und mit ganzem Gemüt.»
In jedem Menschen ist ein ewiger Funke Gottes. Der Mensch lebt als geistig-seelisches Wesen in einem materiellen Körper. Beim Sterben verlässt das geistige Wesen den Körper und darf in jene Wohnung eingehen, die es sich seiner geistigen Kraft entsprechend verdient. Christus spricht: «Im Hause Meines Vaters sind viele Wohnungen.» In jeder Religion und in den Naturvölkern ist das Wissen um ein Weiterleben nach dem Tod eine Selbstverständlichkeit.
In Anbetracht von so viel Leid, Krieg und Not könnte dich Resignation, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit befallen. Du könntest denken: Warum lerne ich? Warum kämpfe ich mich von Prüfung zu Prüfung? Es hat doch alles keinen Sinn!
Deine Zukunftsaussichten sind gut, wenn du dir bewusst bist, dass deine wirkliche Zukunft eine unendliche Zeit ist in der Ewigkeit Gottes.
Die Prüfungen und Schicksale im Leben sind uns zugemessen, um im Ringen um das Gute und im Aushalten von schweren Tagen unsere Kräfte zu stärken und Gott die Treue zu erweisen. Damit wirst du gerade in dieser schwierigen Zeit deinen Mitmenschen zum Beispiel, indem sie deine Hoffnung und Zuversicht sehen auf ein sinnerfülltes, schönes Leben
Alles, was du im Namen Gottes tust, gereicht dir jetzt und dereinst nach dem Sterben zum schönsten Segen. Was du auf Erden in Liebe begonnen hast, kannst du im Himmel in der reinsten Freude und Vollkommenheit fortführen. Was du dir in Zeiten der Bedrängnis durch Arbeit und Gebet erworben hast, gereicht dir in der Not zur wahren Hilfe.
Sei stets zuversichtlich und guten Mutes. Lass dich vom Geist der Resignation und der Hoffnungslosigkeit niemals anstecken! Wenn du diese Ratschläge befolgst, wirst du weniger ungeduldig und unruhig. Du wirst nie an den Widersprüchen dieser Zeit verzweifeln. Du bist weniger Gefühlsschwankungen unterworfen. Du wirst von einer gesund machenden inneren Freude erfüllt.
Im Wort zufrieden steckt doch der Friede. Damit Friede in unser Herz einkehrt, gilt es einige Bedingungen zu erfüllen: Schaffe zuerst Ruhe und Ordnung in dir. Dann verbinde dich mit Gott, indem du Seine Gebote hältst; sie sind dir sichere Wegweiser. Dann bemühe dich um eine Haltung der Dankbarkeit, denn so vieles schenkt uns der Himmel. Wenn du in dir Ruhe und Ordnung verspürst, dich bemühst, nach den Geboten zu leben, dankbar bist für alle Gaben, dann hat dein Beten Kraft. Gott wird dir deine Liebe reichlich lohnen.
«Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu andrer Glück,
denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eigne Herz zurück.»
Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Am besten überwinde ich Schwächen, indem ich mich an meinen Stärken erfreue und sie weiter vervollkommne, sei es in der Musik, im Sport, im Leistungsbereich Schule und Arbeit wie im sozialen Bereich und der emotionalen Intelligenz.
«Sich freuen, an dem, was man hat, und sich nicht ärgern über das, was man nicht hat, das ist das Geheimnis der Freude», schreibt Emil Meier. Ja, die Freude ist die Grundlage zu jedem Erfolg. Freude schenkt Lockerheit, Kraft und Mut. Freude belebt das Gemüt, die Seele. Freude durchströmt unser ganzes Sein mit positiver Energie.
Ich darf mich nicht ärgern über meine Schwächen, denn Ärger ist wie Kurzschluss beim Strom. Er frisst in kurzen Momenten unsere Energie und es dauert Tage, bis wir sie zurück gewonnen haben.
Ich nehme eine Schwäche vor und bitte meine Engel um Hilfe. Dann lege ich mir in Gedanken Schritte der Besserung zurecht und spreche vor dem Einschlafen sehr bewusst mehrere Male in meine Seele:
Ich weiss, dank der göttlichen Kraft und der Hilfe meiner Engel kann ich immer besser schweigen. Ruhe und Friede kehren in mich ein und machen mich gelassen und ausgeglichen.
Bei einer andern Schwäche ändere ich den zweiten Teil der Suggestion. Entscheidend ist, dass ich nicht die Schwäche nenne, sondern das Ziel, den Zustand, den ich erreichen will. Nur positive Worte dürfen gesprochen werden, denn was wir in die Seele legen, strebet nach Verwirklichung. Spreche ich: Ich habe keine Angst mehr, so ist eben die Angst in die Seele gepflanzt und wird weiter wachsen.
Es gibt zweierlei Lernen; das Lernen für Schule und Beruf, also ein Aneignen von Wissen und Fertigkeiten und das Lernen fürs Leben, das positive Entfalten unserer Persönlichkeit.
Für jedes Lernen sind unser aufrichtiges Wollen, unser Fleiss und unsere Ausdauer wichtig. Mit welchem Eifer der Mensch von Natur aus lernt, zeigen uns kleine Kinder. Sie beobachten, ahmen nach, entdecken und wiederholen, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Sie verausgaben sich voll und ganz und schöpfen im Ruhen neue Kraft.
Ruhe und Ordnung sind entscheidend, dass eine Konzentration möglich wird bei der alle Sinne, Gedanken und Gemütskräfte so aufs Wesentliche gebündelt sind, dass alles Andere um uns entschwindet. Andere wesentliche Voraussetzungen fürs Lernen sind das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, das Interesse am Lerngegenstand und die Freude an jedem kleinen Erfolg.
Eine ganz wertvolle Lernhilfe erhalten wir im Wissen um die Wirkungsweise des Unterbewusstseins. Grundlegend ist dabei das positive Denken. Am besten Lernen wir, wenn wir mit Kopf, Herz und Hand dabei sind.
Auf das praktische Lernen einzugehen würde viel zu weit führen.
Im Lernen fürs Leben sind Religion, Familie und gute Freunde eine grosse Hilfe. Wir dürfen davon ausgehen, dass alle Vorkommnisse im Leben, die kleinen alltäglichen, wie grossen Schicksalsschläge, uns zugemessen sind aus der gütigen Allmacht Gottes. Nichts ist zufällig. Alles macht Sinn!
Jeder Mensch sehnt sich nach Freunden, nach Gleichgesinnten, die uns annehmen, uns gerne mögen, unsere Ansichten teilen und gleiche Interessen haben. Ob ich Freunde finde hängt stark von mir selber ab. Kann ich auf andere zugehen? Höre ich ihnen zu? Mag ich einen Spass ertragen? Bin ich schnell beleidigt? Urteile und verurteile ich oft oder kann ich eine andere Meinung stehen lassen ohne meine Meinung als die einzig Richtige zu propagieren? Rede ich hinten herum Schlechtes über die, welche nicht anwesend sind oder nehme ich Abwesende und Schwächere in Schutz? Wie bin ich in der Gruppe? Bringe ich Ideen ein oder habe ich keine? Kritisiere ich meist die Ideen anderer?
Wenn ich über mich kritisch nachdenke und mich dann verbessere, so werde ich für andere sympathisch, so strahle ich positiv gewinnend aus. Die andern spüren das unbewusst und finden dich gut. «Gedanken sind Kräfte», lehrte uns Paul Kuhn.
«Wie du in den Wald hinein rufst, so tönt es zurück», spricht der Volksmund und meint damit das Gesetz der Resonanz. Wahre Freundschaft wächst langsam heran.
Freund bleibst du aber nur, wenn du Geheimnisse wahren kannst und wenn du dich dann als Freund erweist mit einem offenen Ohr und mit Rat und Tat, wenn es deinem Freund nicht gut geht.
Geh ohne Vorurteile auf die Menschen zu. Höre was sie sprechen, ohne sofort deinen «Senf» dazu zu geben. Mach mit, wenn du aufgefordert wirst. Gib nach Misserfolgen nicht auf! Spüre, wie es andern geht, fühle dich in ihre Lage ein. Dann entstehen Verbindungen und bald sind deine Meinung und dein Rat gefragt. Wenn jemand falsche Wege gehen will, so sag in Ruhe und Klarheit deine Meinung.
Weißt du, dass Engel unsere himmlischen Freunde sein wollen? Und weisst du, wie kostbar diese Freunde sind? Sie streben mit aller Kraft danach, uns das Gute ins Herz zu legen, uns vor dem Bösen zu mahnen, uns zu behüten und ans Ziel zu führen, welches das ewige Leben im Himmel ist.
Dies ist eine wunderbare Fragestellung, eine edler Wunsch.
1. Glaube ist und bleibt Glaubenssache.
Glaube ist eine Gnade; das heisst ein Geschenk Gottes.
So kann man mit dem Glauben nie leichtfertig umgehen und noch viel weniger darf man andern seinen Glauben aufdrücken, einreden oder gar aufzwingen wollen.
Glaube ist eine wunderbare Blume, die nur wächst, wenn man ihr guten Boden, Licht, Wärme, Luft und genügend Platz zur Entfaltung schenkt.
Gott sei Dank ist es so, dass es nicht einfach einen richtigen Glauben gibt. Es gibt viele gute Gemeinschaften, die aus ganzem Herzen das tun, was sie als richtig erkennen. Sie lieben Gott, sie sind dankbar, sie lieben den Nächsten wie sich selbst und somit tun sie das Beste.
Wenn ich andere wirklich zum Glauben führen will, so muss der Glaube zuerst in mir zum Leben erblüht sein. Aus der Blüte reifen Früchte heran. Sind diese Früchte schmackhaft, so möchten andere auch davon essen! Das eigene gute Beispiel ist entscheidend, unsere Taten und nicht unsere frommen Worte. Viele können schön reden und schreiben. Doch Christus gab das Gleichnis vom Baum mit den guten Früchten. "An den Früchten werdet ihr sie erkennen."
Weiter dürfen wir beten, also Gott und seine Engel bitten für andere Menschen, dass er ihnen die Gnade des Glaubens erweckt.
Es ist auch erlaubt, ein guter Zuhörer zu sein und im richtigen Moment mal einen kleinen Gedanken einzubringen. Dies aber aus echter Liebe und nicht in der Hoffnung, dass ich jemanden für meinen Glauben gewinnen kann, um der Schar einen zuzählen zu können.
Unser Wollen darf einzig ein Dienst sein für diesen Menschen aus Liebe, nicht aus Berechnung.
Ja, wenn wir glauben, so haben wir die Aufgabe für alle Menschen zu beten und in der Liebe zu allen Menschen zu wachsen, dass unser Baum gute Früchte bringt und damit Segen für die ganze Welt.
Einzig die Liebe kann Gutes bewirken.
Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne viel Freude, Liebe, Kraft und Segen, damit ihr Leben gut gelingt.
Der Himmlische Vater hat den Menschen geschaffen nach Seinem Ebenbilde. Er hat jedem die unsterbliche Seele eingehaucht, Talente gegeben und Aufgaben in die Seele gelegt. In jedem Menschen können das Gute und das Böse wirken. Wir leben auf der Erde im Spannungsfeld zwischen oben und unten, zwischen Himmel und Hölle. Wir reifen, indem wir das Gute tun und wir reifen, indem wir mit Schwächen zu kämpfen haben und sie mit Gottes Hilfe unter grosser Anstrengung überwinden oder zumindest im Zaune halten.
Und nun die Kernfrage: Wer hat dem Menschen die Sexualkraft gegeben?
Wie alle andern Triebe und Talente ist auch die Geschlechtskraft ein Geschenk Gottes. Mit dieser Schöpfergabe darf der Mensch mitwirken an der Schöpfung. Aus der Einswerdung von Mann und Frau darf ein Kind, eine Neuschöpfung werden! Welch grosse Macht und Verantwortung hat Gott damit in unsere Hände gelegt. Unser Charakter ist entscheidend, ob glückliche Seelen das Licht der Welt erblicken oder belastete.
Der Geschlechtstrieb gehört zu den grössten Kräften im Menschen. Der Umgang mit dieser gewaltigen Schöpferkraft macht uns Menschen aber am meisten zu schaffen. Statt verbunden mit der göttlichen Liebe zum grossen Segen des Menschengeschlechtes, wird dieser Trieb oft als ekstatische Lustempfindung missbraucht und degradiert bis zum seichten, kurzlebigen Vergnügen.
Von klein auf sollen wir in den einfacheren Triebbereichen das Streben zum Guten, zum Verzicht, zur Ordnung, zum rechten Mass einüben und auch mit einer christlichen Geisteshaltung bestärken. Dann gelingt es uns auch, mit dem Geschlechtstrieb achtsam umzugehen und diese Schöpferkraft für das Weitergeben des Lebens in Reinheit einzusetzen. Dies kann uns nur gelingen, wenn wir uns in Gedanken, im Sehen, im Sprechen und in der Tat um Reinheit bemühen und uns von allem Schmutzigen abwenden. Dieser heilige Schöpfertrieb darf nicht entgleiten und in den Sumpf der Primitivität, in die Gosse absinken.
Es gibt keine grössere Intimität, keine intensivere Bindung als das Einswerden in der uneingeschränkten Hingabe von Mann und Frau. Dabei tauschen sich auch Seelenkräfte aus und es entsteht eine seelisch-geistige Verbindung. Deshalb hat Gott als Rahmen für diesen Schöpfungsakt die Eheschliessung mit Seinem Segen zum unwiderruflichen Sakrament (Gnadenhandlung Gottes) erhoben.
Die Liebe zwischen zwei Menschen hat das biologische Ziel, die Art zu erhalten, also sich fortzupflanzen und dieses Ziel können gleichgeschlechtliche Paare nicht erfüllen. Dann hat die Liebesvereinigung von Mann und Frau auch den Zweck sich gegenseitig zu beschenken. Daraus soll neue Kraft für den Alltag erwachsen. Die Paare sollen immer mehr und inniger miteinander eins werden. Liebe fördert auch die gegenseitige Entfaltung und den gegenseitigen Beistand.
Damit das kleine Kind optimale Voraussetzungen zu seiner Entwicklung hat, sollten Vater und Mutter gemeinsam liebend fürs leibliche Wohl, aber genauso für das seelisch-geistige Wohl des Kindes sorgen. Geborgenheit und eine gesunde Lebenskraft entwickeln sich im Kinde durch erlebtes Vertrauen, durch empfundene Liebe und Dankbarkeit; also durch das Vorleben erstrebenswerter Werte.
Liebe kommt aus Gott uns Menschen zu. Wir Menschen dürfen diese Liebe aufnehmen und weiter schenken. Liebe kann nur in der Reinheit des Herzens erhalten bleiben und sich vermehren. Die Liebe ist an Gesetzmässigkeiten des Guten gebunden oder sie verschwindet. Demnach gibt es keine Liebe losgelöst von Moral. Gottes Wille ist es, dass die Verbindung von zwei Menschen aus Liebe geschieht und die Möglichkeit der Fortpflanzung beinhaltet. Liebe sagt nie ich, sondern du oder wir. Liebe ist auch bereit zur Aufopferung. Denken wir da als erstes an die Mutterliebe.
Etwas anderes ist Freundschaft. Sie ist ein Bund auf Zeit und kann und soll sehr wohl unter gleichgeschlechtlichen Wesen erblühen. Jede Frau sollte eine gute Freundin haben, mit der sie über alles sprechen kann. Jeder Mann sollte einen besten Freund haben. Freundschaft heisst nicht, dass man sich in allem einfach recht gibt, sondern, dass man einander jederzeit mit Rat und Tat beisteht und auch die ehrliche Meinung zu einer Sache vertritt, wenn der Freund eine gegenteilige Meinung hat. Eine Freundschaft kann voll der Liebe sein. Die Liebe hat aber in der Freundschaft eine andere Aufgabe und eine andere Ausprägung. Es geht also nicht um körperliche Liebe.
Wenn eine gleichgeschlechtliche Freundschaft den Schritt zur körperlichen Liebe vollzieht, dann ist dies von der Natur aus betrachtet eine Fehlleitung. Was ist zu tun, wenn alle Gefühle und die Lust uns auf diesen falschen Weg ziehen? Dann ist unser Geist gefordert. Der Geist kann die Situation analysieren und Schlüsse ziehen, wie ich es oben getan habe. Viele Menschen haben ein Opferleben. Denken wir an Gelähmte, an Krebskranke, Süchtige. Dürfen wir dem Alkoholiker seine Sucht zugestehen oder kommen dann er selbst und auch andere direkt oder indirekt zu Schaden?
Menschen, die sich zu gleichgeschlechtlicher Liebe hingezogen fühlen, sollen sich zuerst prüfen, ob dies durch Bewusstmachung der Situation und durch therapeutische oder seelsorgerische Hilfe lösbar ist. Oft ist dies wirklich lösbar. Wenn nicht, so haben wir einen Auftrag, diese Neigung nicht auszuleben, und eben wohl gute Freunde zu haben, aber nicht in ein sexuelles Abenteuer abzugleiten, das der universellen Ordnung zuwiderläuft. Denken wir zurück in der Weltgeschichte, so stieg in Wohlstandgesellschaften immer der Anteil gleichgeschlechtlicher Paare deutlich an, bevor diese Kulturen wieder zerfielen.
Aus seelsorgerischer Sicht sind die Menschen mit einer Neigung zur gleichgeschlechtlichen Liebe genauso wertvolle Menschen wie alle andern. Jeder Mensch hat seine Stärken und jeder hat seine Schattenseiten. Diese Menschen verdienen unsere vollkommene menschliche Anerkennung. Doch ihre Neigung dürfen wir nicht als gleichwertig betrachten wie die Anziehung zwischen Mann und Frau. Die Liebe zwischen Mann und Frau hat den schöpferischen Zweck der Fortpflanzung. Auch in der ehelichen Liebe gibt es eine Ordnung und Regeln, die einzuhalten sind. Auch dort gibt und gab es schon immer viel Ungutes. Auch dort ist die wahrhafte Liebe, die gibt ohne zu fordern, oberstes Gebot!
«Wer sucht, der findet. Wer anklopft, dem wird aufgetan. Wer bittet, der empfängt.» Fast alle unguten Neigungen können in der Liebe Gottes und mit Seiner Hilfe umgewandelt werden in reine Lebenskraft. Und für alle Fehlleitungen jeder Art, die wir in diesem Leben nicht zu ändern vermögen, gibt Gott uns die Kraft, sie in Liebe und Geduld zu tragen und im Zaume zu halten. Der zum Diebstahl Getriebene darf seine Neigung auch nicht ausleben. Der zur Wut Neigende hat auch nicht das Recht, andere zu prügeln aus Frust. Der Drogensüchtige verdient unsere ganze Liebe und Fürsorge, aber dennoch dürfen wir seine Sucht nicht als normal betrachten.
In der Bibel wird diese Unterscheidung wie folgt gemacht: «Gott liebt den Sünder, aber er verabscheut die Sünde.» Was ist Sünde? Absonderung von Gott. Durch Fehlentwicklungen verlassen wir den Einflussbereich Gottes und entfernen uns von Seinem Licht. Wir sollen beten und bitten, dass wir selbst, unsere Freunde, unsere Feinde und die ganze Menschheit genesen dürfen von ihren Schwächen und Fehlern. Beten, dass das Reich Gottes immer mehr in uns verwirklicht werden kann. Bitten, dass es ein Aufblühen der Schöpfung gibt und alles wieder in die ewige, herrliche Ordnung des Vaters zurück findet.
Jederzeit darf persönliche Hilfe angefordert werden.
Das Zusammenleben vor der Ehe ist nicht erlaubt. Es ist eine Sünde vor Gott. Der Mensch, welcher sich das, was in die Ehe gehört, selbst nimmt, ohne zuvor durch das Sakrament der Ehe geheiligt zu sein ist wie einer, der ein grosses Erbe einfach ausschlägt, weil er nicht ein Jahr darauf warten kann.
Mann und Frau sind geradezu berufen durch die Liebe, welche Körper und Seele vereint, Mitarbeiter in der Schöpfung Gottes zu sein. Für dieses hohe „Amt“ für diese hohe Würde möchte uns Gott Seinen Segen und Seine Liebe schenken, damit das Beste daraus werden kann. Haben es die werdenden Kinder nicht verdient unter besten Voraussetzungen gezeugt zu werden: Im Segen Gottes, in der reinen Liebe, im Wunsch der Herzen und der Bereitschaft für ein Kind?!
Welche Belastungen nehmen die Partner auf sich, wenn sie einfach um ihrer Lust willen sich über die Gebote, welche wertvolle Wegweiser sind, hinwegsetzen!
Sie meinen, das Leben zu geniessen und stellen sich dabei neue Hürden auf. Unseren Verstand können wir betrügen, indem wir uns einreden: Das macht doch nichts. Das ist mir schon erlaubt und es bringt mir so viel Glück und Freude. Doch unsere Seele nimmt die volle Wahrheit wahr und verändert sich mit unserem Tun, positiv oder negativ! Dazu kommt, dass bei diesen gestohlenen Früchten immer für Verhinderung gesorgt werden muss, dass ja kein Kind entsteht. Diese Verhinderungspolitik hinterlässt in der Seele und dann auch im Körper ihre tiefen Spuren. Geist, Seele und Körper tun wir Gewalt an. Die Natur des Menschen wird gestört und dies hat immer Folgen. Und wir entfernen uns von den Liebestrahlen Gottes, so wie Adam und Eva sich versteckten, als sie im Garten Eden das Kommen Gottes gewahrten.
Wer vor der Ehe lernt seine Triebe zu beherrschen, hat seinem Partner oder seiner Partnerin einen echten Liebesbeweis erbracht. Seine Selbstbeherrschung wächst dabei gewaltig. So können Mann wie Frau in der Ehe leichter treu sein. Auch in der Ehe kann man den Trieb nicht nach eigenem Willen ausleben. Der Liebesakt darf nur in gegenseitigem Einverständnis vollzogen werden. Im Warten aus Liebe wachsen unsere Geisteskräfte und das Einswerden wird zum besonderen Geschenk. Wer die Familienplanung auf die natürliche Empfängnisverhütung unter Berücksichtigung der empfängnisfreien Tage ausrichtet, erweist seiner Frau Achtung, Respekt und wahre Liebe.
Unser Glaube ist nicht geschlechtsfeindlich. Das Sich-Schenken ist die grösste Einheit zweier Wesen, wie es in der Bibel heisst „Und die Beiden werden ein Fleisch.“ Auch die Kräfte der Seele tauschen sich dabei aus. Dieses sich in Liebe und im Segen Gottes Sich-Schenken ist wichtig und stärkt die Bindung unter den Partnern. Es hilft auch Ungereimtes wieder in Harmonie zu bringen, vorausgesetzt, dass die Liebe im Alltag, die Nächstenliebe, stimmt und dass die gegenseitige Hochachtung jederzeit gewahrt bleibt.
Sehr verhängnisvoll ist es, wenn Jugendliche alles geniessen, was in die Ehe gehört. So können sie echte Liebesfähigkeit gar nie aufbauen. Das Zusammensein wird gewöhnlich, die Partner und Partnerinnen wechseln und die seelischen Empfindungen werden abgestumpft. Dann werden Perversionen praktiziert. Wie viele Seelen werden dabei verletzt und Frauen oft zu Sklavinnen degradiert.
So vieles wäre noch zu sagen. Die Schutzengel sagen dies jedem ins Herz und du kannst es vernehmen, wenn du dich ehrlich öffnest und die Wahrheit immer besser leben willst. Das Zusammensein vor der Ehe ist keine Todsünde. Doch es ist und bleibt eine Beleidigung Gottes, wie dies St. Michael ausdrückte. Wer zusammenlebt darf die Messe besuchen, Gott um Verzeihung bitten und die Sakramente empfangen. Doch der Wille zur Besserung gehört dazu.
Warum wollen wir nicht nach reichlicher Prüfung, ob wir zusammenpassen, das Sakrament der Ehe eingehen und unseren Bund segnen lassen, dass für uns und unsere Kinder und ihre Kinder in alle Ewigkeit Segen sich entfalte und dadurch die Welt edler und wertvoller werde?
„Selbst der Gerechte fällt des Tages siebenmal“, sprach Christus. Dies soll uns allen Trost und Anlass zur Bescheidenheit und zur Vorsicht sein, andere nicht zu verurteilen. Wir haben mit unseren Fehlern genug zu tun. Ich kenne Menschen, die zusammenlebten, weil sie es nicht besser wussten und wunderbare Menschen sind und auch Gott danken für alles, was er ihnen schenkt. Weiter heisst es: „Gott liebt den Sünder, doch er verabscheut die Sünde.“ Mit ganzer Liebe sollen wir danach streben, Gott näher zu kommen und unsere Laster durch erübte Tugenden ersetzen aus freiem Willen. Der Glaube darf nie zur Zwangsjacke werden. Wenn wir etwas tun, weil wir Angst vor der Strafe haben, so ist es nicht optimal. Aus freier Liebe zu Gott sollen wir uns Ihm unterordnen, dass wir dereinst in die Ordnung des Himmels wieder eingefügt werden können.
Die Schwingung der Musik durchflutet Leib, Seele und Geist. Musik hat allumfassende Wirkung auf jeden Menschen. Musik kann heilend, tröstend, belebend wirken. Musik kann uns auch aufreizen, anstacheln, zur Gewaltanwendung treiben und depressiv machen.
Zu verschiedenen Zeiten braucht der Mensch verschiedene Musik. Volksmusik, Volkslieder, geistliche Lieder, Kunstlieder, Klassische Musik, aber auch Jazz, Schlager usw. haben zur richtigen Zeit Berechtigung.
Zu laute, Gewalt verherrlichende Musik, Musik mit verzerrten Rhythmen und besonders mit negativen Texten sollen wir meiden, wenn wir nach Ordnung, Harmonie, Frieden, Glück und Freude streben.
Viele Experimente, auch solche mit der Wirkung von Musik auf Pflanzen haben deutlich gemacht, dass Musik grosse Wirkung zeigt im Guten wie im Schlechten.
Beethoven: «Von oben muss es kommen, das, was das Herz treffen soll. Sonst sind’s nur Noten.» Paul Kuhn: «Aus dem Geiste Gottes inspirierte Musik ist der Seele zur Nahrung.»
Ich begreife jedes, das raucht. Haben wir nicht alle nebst unseren Stärken auch Schwächen. Da steht es mir nicht zu, andere schlecht zu machen.
Wir sollen nicht nur auf das Rauchen verzichten, sondern auch auf unmässigen Alkoholkonsum, auf böses Reden, aufs Verleumden, aufs Fluchen, auf zu schnelles Fahren, auf ungehemmtes Ausleben der Sexualität. Wir sollen nicht lügen, nicht stehlen.
Wir Menschen sind Kinder Gottes und sollen durch unser Leben die Werke Gottes verkünden und verherrlichen. Mit all unseren Talenten sollen wir ein Segen sein.
Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit. Der Körper ist Träger, Hülle für Geist und Seele, eine gewaltige Schöpfung. Sein meist tadelloses Wirken ist staunenswert. «Gesunder Geist in einem gesunden Körper», besagt ein weiser Gedanke. Wenn ich meinen Körper schädige durch zu wenig Schlaf, durch Alkohol, durch zu vieles Essen, durchs Rauchen, so wird auch Geist und Seele früher oder später in Mitleidenschaft gezogen. Wir sind nur vernünftig und verantwortungsbewusst, wenn wir auch mit unserem Körper liebevoll und achtsam umgehen.
Das Wichtigste kannst du unter der Frage zum Rauchen nachlesen.
Oft sind Menschen, die dem Alkohol verfallen sind, von Natur aus sensible Wesen. Sie hatten zu wenig Selbstwertgefühl, erlebten zu wenig Zuwendung und Verständnis, mussten oft in früher Jugend zu viel Schweres in sich hinein fressen und damit ihre Seele belasten. So ist der Alkohol zum scheinbaren Seelentröster geworden. Im Rausch fühlen sie sich stark, gelöst von den drückenden Alltagsproblemen, einfach einmal für ein paar Stunden frei von allen Belastungen. Doch hernach ist alles noch schlimmer. - Alkohol ist keine Lösung, sondern eine Droge, die abhängig macht und unendlich viel Leid, Schmerz und Not bereitet.
Alkohol ist nicht grundsätzlich schlecht. Er ist ein Naturprodukt und kann in der richtigen Dosierung als Heilmittel eingesetzt werden. Alkohol darf auch als Genussmittel gekostet werden, wenn man Herr über das richtige Mass ist. Wer aber auch nur leicht gefährdet ist, sollte sich am besten ganz davon lösen. Das Blaue Kreuz, die Heilsarmee und viele andere Institutionen bieten Hilfe an.
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